Vom 9.-25. September 2010 fand im Kunstkeller Weyerhof in Nidau die thematische Gruppenausstellung «VERTIGO: Schwindels Tatort» statt. Mariann Oppliger zeigte eine Malerei und einen in Auftrag gegebenen Saaltext in einem Halter.
Auf der „Ausstellungsebene“ schwindelte Mariann Oppliger mit einer unwahren Biografie und der Tatsache, dass sie sich in ihrer Arbeit mit Malerei beschäftigt. Sie verwendete ein klassische Ausstellungssituation.
Der Saaltext geht auf den (tatsächlich, aber nicht in diesem Ausmass vorhandenen) Sehfehler und ihre unwahre Biografie ein. Auf die Durchschnittlichkeit der Malerei reagieren die Autoren Lucie Kolb und Philipp Messner mit konventionellen Ausdrucksmitteln des Kunstdiskurses.
DAS DACH
Das Dach bietet Raum und kann genutzt werden.
Das Dach wird getragen vom Dachverband. Mariann Oppliger ist die Präsidentin.
Ein potentieller Nutzer des Dachs richtet eine Bewerbung in freier Form an den Dachverband, welcher demokratisch über das Vorhaben entscheidet.
Die Nutzung kostet 3.30 pro Tag und wird auf dem Blog festgehalten.
Das Dach befindet sich in der Dachwohnung an der Mattenhofstrasse 35 in Bern.
„Berge sind starke Erhebungen in der Landschaft. Ein Berg besteht aus dem Fuss, dem Hang und dem Gipfel. Die Gipfel können die Form von Kegeln, Kuppen, Türmen und Zacken haben. Zusammengehörige Berge bilden mit ihren Tälern ein Gebirge. Die meisten Berge, vor allem der Alpen, sind durch innere Kräfte der Erde entstanden. Sie wurden durch ungeheuren Druck aufgefaltet. Man kann diesen Vorgang mit dem Zerknüllen eines Blatt Papiers vergleichen. Vulkane entstehen durch Aufschüttung. Die Verwitterung sorgt dafür, dass unsere Berge niedriger werden. Um ungefähr einen Millimeter pro Jahr werden sie abgetragen. Nach langen Regenfällen können Teile von Bergen abbrechen und bei einem Bergsturz ins Tal rutschen. In den Bergen finden wir schöne Mineralien. Das häufigste Mineral unser Alpen ist der wasserhelle bis milchigweisse Bergkristall“
* LEXIKON FÜR PRIMARSCHÜLER, 1988, Silva-Verlag Zürich
HOTEL Schlafen in Zorten GR
Mariann Oppliger suchte, installierte oder baute Schlafplätze in und um Zorten. Die Zimmer sind minimal augestattet und stehen in engem Bezug zur Landschaft und der Nutzung durch ihre Bewohner.
STEINZIMMER An bester Lage oberhalb Lain, Muldain und Zorten befindet sich ein schützender Steinkreis. Wasser zum Trinken und Waschen ist in unmittelbarer Nähe vorhanden. Zweierzimmer.
BACHZIMMER Zuunterst im Palois-Tobel wurde dank einem neuen Pfad das Bachzimmer zugänglich. Direkt am Wasser bilden zwei Steine die seitliche Begrenzung eines Einzelzimmers.
HEUZIMMER Eine Hängematte ist in drei Metern Höhe im Heustall gespannt. Nichtraucher- /Einzelzimmer.
BERGZIMMER Nach einer Wanderung auf einen Berg in der näheren Umgebung von Zorten, bietet ein Zelt den nötigen Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit.
GARTENZIMMER Im romantischen Gartenhaus bildet ein zweiter eingebauter Boden unter dem Dach ein Doppelbettzimmer, während im unteren Teil Werkzeug gelagert wird und Kresse spriesst.
ALLG. ZUSATZANGEBOTE Für alle Zimmer können Schlafunterlagen/Decken, Kochgelegenheiten oder Mahlzeiten organisiert werden. Bei Zimmern im Freien wird je nach Wunsch oder Witterung ein Dach montiert.
ZortenINN
Nach HOTEL folgte ZortenINN. Anstatt klein und exklusiv, gross und für alle. Anstatt bezogen auf die Landschaft und deren Nutzung, unspezifisch bezüglich Ort und Zeit.
ZortenINN befindet sich in der Zivilschutzanlage in Zorten und bietet Übernachtungsgelegenheit für 150 Personen.
An der leeren Reception weist ein Schild mit der Aufschrift „Ist die Reception verlassen und leer, so ist der Gast sein eigner Herr“ auf die Selbstbedienung hin.
Am Sonntag 25. September wird im eigens dafür eingerichteten Raum ein Frühstück mit Eier und Speck serviert.
Mariann Oppliger initiert und organisiert eine Postkartentauschbörse.
Die Öffentlichkeit ist eingeladen ihre Postkartensammlungen mitzubringen, in freier Form zu präsentieren, Karten auszutauschen, zu bewundern und über Ordnungssysteme und Sujets zu diskutieren.
Mariann Oppliger zeigt ihre eigene umfasssende und speziell für diesem Anlass geordnete Sammlung.
SPRITZSÄCKE
Die für eine Wandzeichung aus Schokolade benötigten Plastikbeutel werden als Märzausgabe von Fästing Plokare publiziert.
Die Reihe ESSEN funktioniert mit einem antiwirtschaftlichen Einladungsprinzip. Die anwesenden Gäste können für das folgende Essen eine Einladung weitergeben. Als Dank erhalten sie ein Erinnerungsbild. Die Reihe wird fortgeführt, bis keine Gäste mehr kommen. Für jedes Essen wird ein eigenes Konzept erarbeitet.
In Zusammenarbeit mir Sophie Hofer
GEDÄMPFTES MUTTERMAHL 19. Februar 2010
Ein Essen für sechs Personen in sieben Szenen.
Die Künsterinnen haben über Funkkameras mit den Gästen Kontakt.
Anzahl Gäste: 6 Ort: In diversen Räumen an der Mattenhofstrasse 31, 3007 Bern Dauer: ca. 3h Kosten: 40.-/Person
Speisen: Champagner, Gekochtes Ei, Randensuppe mit verziertem und mit Feta gefülltem Brot, Artischocken von der Decke mit drei drehenden Saucen, Pantoffeltier, Scharfer Kaffe, Dörraprikosen mit Ziegenkäse vom Grill, Quittenschnaps
18.-23.01.2010 Mariann Oppliger LEXIKON FÜR PRIMARSCHÜLER
*wöchentlich
verkauft ein/e Künstler/in ein einziges Exemplar eines Buches
seiner/ihrer Wahl im Kiosk. Ist das Buch verkauft, schliesst der Kiosk
und bleibt bis am nächsten Montag 7 Uhr geschlossen.